Am vergangenen Samstagnachmittag trat der Vizeniederrheinmeister beim Tabellenvorletzten Mettmann Sport an. Nach einem Sieg in letzter Sekunde gegen den TV Walsum/Aldenrade am vorherigen Spieltag, war die Favoritenrolle in der anstehenden Partie klar vergeben. Doch die Fortuna kam nicht über einen 23:29 Sieg hinaus.Zu Beginn des Spiels dominierte Fortuna deutlich gegenüber den Gastgeberinnen, die in den ersten 15 Minuten lediglich zwei Tore verbuchen konnten. Fortuna dagegen spielte mit Tempo und Zug zum Tor – allen voran Neumann, die viermal in Folge den Vorsprung der Fortuna zum 2:8 ausbaute. Doch der Toreswille der Rot-Weißen schien nachzulassen. Unkonzentrierte Abschlüsse und ungenaue Pässe führten das ein ums andere Mal zu leichten Ballverlusten. Die Deckung dagegen arbeitete, um den zweikampfsuchenden Mettmannerinnen Einhalt zu bieten. So gelang es den Landeshauptstädterinnen sich bis zur Halbzeit auf ein 10:17 abzusetzen.

Am vierten Spieltag der Rückrunde reisten die Gäste aus Walsum/Aldenrade nach Düsseldorf an. Schon im Hinspiel zeigten beide Mannschaften einen unerbittlichen Siegeswillen und lieferten sich ein spannendes Match, was die Fortuna in den letzten Minuten mit zwei Toren für sich entscheiden konnte. Das Rückspiel war jedoch an Dramatik in den Schlussminuten kaum zu übertreffen. Nach einem 12:15 Pausenrückstand kämpften sich die Düsseldorferinnen Tor um Tor zum Endstand von 29:28.Der bessere Start in die Partie gelang den Gästen. Schnell konnten sie in Führung gehen und zogen bereits nach neun Minuten auf die erste zwei Tore Führung beim 3:5 weg. Fortuna dagegen zeigte wieder mehr Präsenz in der Deckung und auch Grewe konnte einige Würfe vereiteln, jedoch gelang es den Fortunen im Angriff zu selten aus den erfolgreich herausgespielten Torchancen die nötigen Treffer zu erzielen. Verhoeven spielte über die rechte Außenbahn ihre Schnelligkeit aus, bevor das Trainerteam Mollidor/Allnoch beim 6:6 in der 13. Minute das erste Team-Timeout zog, um ihr Team wieder zu fokussieren. Anschließend konnten die Fortunen zum ersten Mal durch Otto über den rechten Rückraum in Führung gehen – doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Bis zum 10:10 (19. Minute) gestaltete sich das Spiel ausgeglichen; Zeit für Walsum ein Team-Timeout zu nehmen. Dieses sollte Wirkung zeigen: über ein 11:14 setzten sich die Gäste ab, bevor Otten noch zum Halbzeitstand von 12:15 verkürzen konnte.

Der Sonntag Morgen, an dem Fortuna den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer TB Wülfrath empfangen sollte, begann turbulent, als die Nachricht eintraf, dass Maria Grimberg, die in den letzten Spielen vorne wie hinten eine entscheidende Rolle spielte, mit einem Virusinfekt im Krankhaus eingeliefert wurde. Nichtsdestotrotz war Fortuna in guter Stimmung und gewillt die zwei Punkte Zuhause zu behalten.

Zu ungewohnt später Stunde reiste die Fortuna am Sonntag zum Tabellenletzten HSV Solingen Gräfrath. Doch trotz der Tabellenposition war der Gegner nicht zu unterschätzen, helfen doch immer wieder Spielerinnen aus der 3. Liga Mannschaft aus. Nach der Deklassierung von St. Tönis war Fortuna gewillt sich die nächsten zwei Punkte zu holen.Bis zum 3:3 (5. Minute) konnte der Gastgeber mit den starken Düsseldorferinnen mithalten, die zu dem Zeitpunkt ihr Tempospiel noch nicht aufgezogen hatten. Über die schnellen Außen Verhoeven und Wendland erhöhte Fortuna dann aber innerhalb von nur weiteren fünf Minuten auf 4:8. Ab diesem Zeitpunkt drehte Fortuna auf: Otto über die rechte Seite und Otten über die Mitte erspielten beinahe im Alleingang durch schnelle Angriffe eine 7:12 Führung – Zeit für den HSV ein Timeout zu nehmen. Doch auch dieses konnte den Düsseldorfer Rückraum nicht stoppen. Neumann setzte sich erfolgreich im 1:1 durch und nutze zusammen mit Otto die Lücken, die Dank der zwei Kreisläuferinnen Eickerling und Grimberg entstanden. Fortuna hatte dennoch Mühen, die Lücken in der sonst so starken Abwehr vollständig zu schließen. So drangen immer wieder Solingerinnen durch die Abwehr und konnten einfache Tore erzielen oder Strafwürfe herausholen. So kassierten die Landeshauptstädterinnen bis zur Halbzeit 14 Tore, konnten jedoch mit 22 dagegen halten.